2013-02-04 Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz

Nach den positiven Erfahrungen mit Norbert Eimer vor knapp 20 Jahren hatte der offene Montagskreis wieder mal einen Bundestagsabgeordneten zu sich eingeladen. Dieses Mal galt es Informationen, Erfahrungen und Empfindungen eines „Neulings“ abzufragen. Uwe Kekeritz (59) aus Uffenheim ist seit 2009 Mitglied der Bundestags-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Bereits in frühen Jahren hat er sich für politische Themen engagiert, später einige Jahre in Kamerun/Afrika als Lehrer im Entwicklungsdienst zugebracht und war bei vielen außerparlamentarischen Aktionen in den 80-er und 90-er Jahren aktiv.

Nach einer Reihe politischen Aussagen zu Grundsatzfragen und zu seinen „Spezialthemen“ (Außen- und Entwicklungspolitik und Zusammenhänge bei uns, globale Gesundheitspolitik, Energiepolitik) gab er auch einen Einblick in das Innenleben des Bundestages (Anwesenheitspflicht; Ausstattung; wie mache ich mich zu den vielen Themen fit…).

Er wurde mit der Frage konfrontiert, was ihn bewegt sich politisch zu engagieren, wo man doch in der Opposition nur begrenzte Möglichkeiten hat. Er bewertete auch die Arbeit einer Opposition nicht als frustrierend sondern als hilfreich, da immer wieder in der politischen Auseinandersetzung die Regierungspartei auch Inhalte und Forderungen aus dem anderen politischen Lager übernimmt.

Er gab einen detaillierten Einblick in die Arbeitswoche eines Abgeordneten, wie auch zur Bezahlung.

Die ausführliche Aussprache drehte sich dann z.B. um ganz verschiedene Themen, die von den Mitgliedern des Offenen Montagskreises vorbereitet waren, wie „Was ist notwendig für unseren Sozialstaat?“, „Gibt es eine Überlebenschance der bäuerlichen Landwirtschaft und wie kann diese aussehen?“, „Werte in der Politik“, „Ist Windenergie in Franken sinnvoll?“, „Bewertung der aktuellen Veränderungen im EEG“, „Wie beeinflussen Medien die politische Arbeit?“, usw. Für etliche weitere Themen wie Altersarmut, oder Agenda 2010, Sozialstaat und Gemeinwohl, immer mehr Reichtum bei gleichzeitig immer mehr Armut blieb dann letztendlich zu wenig Zeit. Dieser informative und gut besuchte Abend als praktische politische Bildungseinheit hätte noch über Stunden fortgesetzt werden können.

Langenzenn, den 17. März 2013/Kl

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